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Andenknolle Yacon – süß, gesund und lecker

Beschreibung

Yacon (Smallanthus sonchifolius) stammt ursprünglich aus der Anden Region Südamerikas und ist dort von Kolumbien bis Nord-West Argentinien heimisch. Die Pflanze bildet, ähnlich wie Topinambur, essbare Knollen aus. Im Gegensatz zu unserer heimischen Kartoffel speichert Yacon seine Kohlenhydrate nicht in Form von Stärke, sondern hauptsächlich als Inulin und Fructooligosaachride (FOS). Dadurch wird die Knolle besonders interessant, da sie zwar ähnlich wie Birne oder Melone sehr süß schmeckt, jedoch wenig Kalorien enthält und die FOS vom menschlichen Verdauungssystem nicht abgebaut werden können. Somit ist auch die Weiterverarbeitung der Knollen als Zuckerersatzstoff eine interessante Verarbeitungsmöglichkeit, da der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr kaum ansteigt. Auch die Darmflora wird positiv durch den Verzehr von Yacon-Knollen oder -Produkten beeinflusst. Da man Yacon Knollen ganz simpel roh wie ein Obst essen kann, ihn jedoch auch kochen, braten oder backen kann, sind dem Einsatz und der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es handelt sich also um eine rundum phantastische Knolle mit Mehrwert für viele Personengruppen (Figurbewusste, Diabetiker, Sportler, Genießer uvm.) Nach der Ernte im Herbst vor dem ersten Frost sollten geeignete Lagermöglichkeiten vorhanden sein. Ausschlaggebend bei einer Langzeitlagerung von Yacon ist die Umwandlung von FOS in Einfachzucker (Fructose und Glucose) und Saccharose. Je höher die Menge der umgesetzten Zucker, desto geringer der gesundheitliche Mehrwert. Im Projekt wird die Entwicklung der Zuckerzusammensetzung von Yacon Knollen bei einer Langzeitlagerung über 4 Monate untersucht. Hierfür werden alle 4 Wochen Proben aus dem Lager entnehmen und diese aufbereiten. Unmittelbar nach der Aufbereitung werden die Proben mittels flüssigem Stickstoff eingefroren, um sämtliche Stoffwechselprozesse direkt „auf Eis zu legen“. Auch die anschließende Analyse der Zuckerzusammensetzung gehört zum Aufgabenumfang. Diese werden sowohl enzymatisch, als auch am HPLC ermittelt. Anhand der sich ändernden Zuckerzusammensetzung lassen sich dann Rückschlüsse auf die optimalen Lagerbedingungen ziehen. Wer also Lust hat einen Einblick in analytische Methoden zu bekommen, und das anhand einer alten, noch recht unerforschten, Kulturpflanze zu tun, ist hier genau richtig.

Projektzeitraum
Wintersemester 2017/18 und Sommersemester 2018
Bewerbungszeitraum
16.10. bis 02.11.2017
Durchführung
nach Absprache
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Die Probenahme beginnt Ende November/Anfang Dezmber und erfolgt nach Absprache alle 4 Wochen (müssen aber nicht zwingend über den ganzen Zeitraum von den Projektteilnehmern durchgeführt werden).

Studienfach
Agrarwissenschaften
Agrarbiologie
Biologie
Ernährungswissenschaft
Ernährungsmanagement und Diätetik
Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie
Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie
Lebensmittelchemie
Betreuende
Larissa Kamp
Institut
Institut für Kulturpflanzenwissenschaften (340) (Allgemeiner Pflanzenbau )
Sprache
deutsch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 4
Arbeitsaufwand
ca. 90 Stunden pro Teilnehmende:r | 3 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
experimentell
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Die Teilnehmer/innen lernen in diesem Projekt:

- Durchführung von Probenahmen im Lager/Laborversuch

- Aufbereitung (und Analyse) der Proben

- Analytische Methoden

- Auswertung von Daten

- Eigenverantwortliches Arbeiten

- Arbeiten im Team

Anmerkungen für Studierende
Schlagworte
Zucker, Functional Food, Lagerung