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Bestimmung der Makrophagendichte in humanem Fettgewebe unterschiedlicher anatomischer Herkunft: Eine erste immunhistochemische Charakterisierung epiduralen Fettgewebes

Beschreibung

Klassische Fettdepots wie z. B. das unter der Haut gelegene subkutane Fettgewebe (sFG) sind zunehmend untersucht. Jedoch gibt es auch Fettgewebe an Lokalisationen des Körpers, die nicht direkt mit Fett assoziiert werden. Zu nennen ist hier das im Bereich der Wirbelsäule gelegene epidurale Fettgewebe (eFG). Die pathologische Vermehrung des eFGs kann zur Kompression umliegender Spinalnerven führen und somit in extremer Ausprägung die Lähmung ganzer Extremitäten bedingen. Von Interesse ist in diesem Kontext, ob das eFG immunologisch besonders aktiv ist. Eine gesteigerte immunologische Aktivität könnte sich in einer erhöhten Anzahl an Makrophagen zeigen. Makrophagen sind Immunzellen, die u. a. Bakterien, Viren und gealterte Zellen beseitigen. Im Rahmen dieses Projektes leisten Sie echte Pionierarbeit und vergleichen die Makrophagendichte im eFG und sFG. Darüber hinaus können Sie die Makrophagendichte in den Kontext klinischer Daten (BMI, Begleiterkrankungen, etc.) einordnen.

Dieses HR-Projekt ist Teil einer Kooperation mit dem Karl-Olga-Krankenhaus. Als Teilnehmer:in werden Sie mit humanen Proben von Wirbelsäulenoperationen arbeiten und den gesamten Prozess von der Probennahme über die Gewebepräparation bis zur bilddatengestützten Analyse kennenlernen.

Ihre Aufgaben:

  • Histologie: Herstellung von histologischen Schnitten und Durchführung von fluoreszenz-immunhistochemischen Makrophagen-Färbungen (CD68-Färbung)
  • Mikroskopie: Aufnahme hochauflösender Fluoreszenzbilder
  • Digitale Bildanalyse: Halbautomatisierte quantitative Auswertung der Makrophagendichte mit der Software FIJI/ImageJ
  • Statistische Analyse: Vergleichende Untersuchung der Makrophagendichte zwischen eFG und sFG sowie Korrelationsanalysen der Makrophagendichte mit klinischen Parametern wie z. B. dem BMI
Projektzeitraum
Wintersemester 2026/2027
Bewerbungszeitraum
12. bis 26.10.2026
Durchführung
nach Absprache
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Der genaue Zeitplan (Startdatum, Aufteilung der Arbeitsphasen) wird individuell zwischen den Betreuern und den Teilnehmern vereinbart. Die praktischen Arbeiten können je nach Verfügbarkeit von Geräten und Proben flexibel organisiert werden.

Die praktischen Laborarbeiten (histologische Aufbereitung und Mikroskopieren) stellen den Schwerpunkt des Projekts dar (ca. 60 % der Zeit). Die anschließende digitale Bildanalyse und die statistische Auswertung der Daten (ca. 40 % der Zeit) können flexibel gestaltet werden. Eine intensive Einarbeitung in alle Methoden ist gewährleistet.

Studienfach
Biologie
Biologie - Lehramt
Ernährungswissenschaft
Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie
Medizinische Ernährungswissenschaft
Molekulare Ernährungswissenschaft
Betreuende
Christopher Schopf, Prof. Dr. Katrin Giller
Institut
Institut für Ernährungswissenschaften (140) (Molekulare Ernährungswissenschaft (140a))
Sprache
deutsch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 2
Arbeitsaufwand
ca. 90 Stunden pro Teilnehmende:r | 3 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
experimentell
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Als Teilnehmer:in können Sie nach dem Besuch der Lehrveranstaltung:

  • Etablieren: Einen Workflow unter Hilfestellung theoretisch planen und in der Praxis umsetzen
  • Anfertigen: Dünnschichtschnitte aus humanem Gewebe mit dem Mikrotom präparieren
  • Bedienen: Das inverse Mikroskop Zeiss Axio Vert. A1 sowie die zugehörige Kamera-Software sicher handhaben
  • Auswerten: Mittels FIJI/ImageJ eine halbautomatisierte digitale Bildanalyse zur quantitativen Bestimmung der Makrophagendichte durchführen
  • Analysieren: Unterschiedliche immunologische Eigenschaften zwischen Fettdepots identifizieren
  • Beurteilen: Den Zusammenhang zwischen der Makrophagendichte und klinischen Parametern (u. a. BMI, Begleiterkrankungen) kritisch bewerten
Anmerkungen für Studierende

Der Betreuer Christopher Schopf ist Humanmediziner (ehem. Tutor für Anatomie/Physiologie) und Dozent beim Kepler-Seminar Stuttgart, einer Fördereinrichtung für naturwissenschaftlich interessierte Gymnasiasten, was eine hohe didaktische Qualität der Betreuung gewährleistet. Das Projekt bietet die Chance, Details aus einer großen klinischen Studie mit echtem Patientenbezug herauszuarbeiten.

Spezifische methodische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Schlagworte
Makrophagen, Epidurales Fettgewebe, Immunologie, Histologie, Immunhistochemie, Fluoreszenz-Mikroskopie, Klinische Forschung