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Biodiversität in der Agrarlandschaft fördern – Wie lässt sich die ökologische Wertigkeit von mehrjährigen Blühflächen erhöhen?

Beschreibung

Mehrjährige Blühflächen sind ein wichtiges Element, um die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu fördern und Bestäuberpopulationen zu erhalten. Sie werden von Landwirten allerdings oft kritisch gesehen, da sie schwierig anzulegen sind und häufig stark verunkrauten. Im Rahmen dieses Projekts sollen auf mehrjährigen Blühflächen, die von Landwirten in ganz Baden-Württemberg angelegt wurden, Vegetationserhebungen und Bestäuberzählungen stattfinden. Aus den Daten sollen Erfolgsfaktoren für die Etablierung mehrjähriger Blühflächen ermittelt und Auswirkungen auf Bestäuber abgeschätzt werden. 

Dabei finden nach einer Einführung/ Workshop mehrfach auf den Flächen standardisierte Aufnahmen statt. Anschließend wird mit dem Programm „R“ ausgewertet, welche Faktoren (Saatzeitpunkt, Bodenbearbeitung, Bodengüte, Niederschlag, Sätechnik) den Etablierungserfolg (Zielartenvielfalt und Deckung, Verunkrautung) beeinflussen und wie sich dieser auf Bestäuberzahlen auswirkt.

Projektzeitraum
Sommersemester 2026
Bewerbungszeitraum
07. bis 20.04.2026
Durchführung
semesterbegleitend
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Im April wird ein erstes Online-Treffen stattfinden, um das Projekt und Vorgehen vorzustellen und Fragen zu klären. Dabei wird auch Material zu den Bonituren und wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Einlesen zur Verfügung gestellt. Im Mai wird es einen Workshop zum Erlernen der Vegetationsaufnahmen und des Insektenmonitorings geben, der evtl. auch in Rheinstetten bei Karlsruhe stattfindet. Dann gehen die Aufnahmen auf den Flächen bei den Landwirten los und die Daten werden gesammelt, idealerweise 2 Mal. Die Flächen liegen im weiteren Umkreis von Stuttgart und können teils nur mit dem Auto erreicht werden, hierfür werden allerdings Fahrtkosten erstattet. Ab Juli können die Daten dann ausgewertet und für das Poster aufbereitet werden.

Studienfach
offen für alle Studienfächer
Betreuende
PD Dr. Julia Walter
Institut
Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie (320) (Landschaftsökologie und Vegetationskunde)
Sprache
deutsch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 4
Arbeitsaufwand
ca. 90 Stunden pro Teilnehmende:r | 3 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
empirisch
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Wissenschaftliche Publikationen erschließen und daraus Hypothesen oder Fragestellungen ableiten.

Die Gründe für den Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft einordnen und benennen.

Den Beitrag mehrjähriger Blühflächen zum Erhalt von Bestäuberpopulationen abschätzen.

Vegetationsaufnahmen und Bestäubermonitorings (FIT-counts) durchführen.

Ökologische Daten erheben, kuratieren und mittels statistischer Verfahren (Programm „R“) auswerten. 

Die Rolle verschiedener landwirtschaftlicher Praktiken (Bodenbearbeitung, Aussaattechnik etc.) auf die Vegetationsentwicklung mehrjähriger Blühmischungen einschätzen.

Ein kleines Forschungsprojekt konzipieren (Stand der Wissenschaft, offene Fragen/ Hypothesen, Umsetzung, Auswertung), durchführen, auswerten und die Ergebnisse aufbereiten und darstellen.

Anmerkungen für Studierende

Gerne einfach bei Interesse auch im Vorfeld melden, die Zeiten und der Umfang können auch individuell angepasst werden (julia.walter@ltz.bwl.de)

Schlagworte
Agrarökologie, Biodiversität, Pflanzengemeinschaften, Bestäuber, Blühstreifen