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Lässt sich Edelschokolade einfach von preiswerter Konsumschokolade unterscheiden?

Beschreibung

Schokolade ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern wird vor allem als Genussmittel konsumiert. Gerade in Prüfungsphasen ist sie auch als Antistressmittel sehr beliebt. Wichtigster Rohstoff für die Herstellung der Schokolade sind die Kakaobohnen, daneben wird Zucker sowie bei Milchschokoladen Milchpulver benötigt.

Theobromin und Coffein sind natürliche Inhaltsstoffe der Kakaobohne und kommen in verschiedenen Kakaosorten in unterschiedlichen Mengen vor. Edelkakao besitzt im Vergleich zu Konsumkakao eine deutlich kürzere Fermentationszeit, wodurch Edelkakao deutlich niedrigere Theobromin-Gehalte aufweist. Der relative Theobromin-Gehalt (bezogen auf den Kakaogehalt) kann daher zur Orientierung über den Gehalt an Edelkakao in Schokoladen herangezogen werden. Auch ist das Verhältnis aus Theobromin- und Coffein-Gehalt (T/C-Verhältnis) bei Edelschokoladen tendenziell niedriger als bei anderen Schokoladensorten. Beide Parameter lassen jedoch nur im entfetteten, trockenen und sortenreinen Kakao einen Rückschluss darüber zu, ob es sich um Edelkakao handelt. Nach allgemeiner Auffassung gilt, dass Edelschokolade einen Mindestanteil von 40% Edelkakao beinhalten muss, wohingegen Bitterschokolade mindestens 60% Kakao enthalten sollte. Bei niedrigeren Kakaogehalten spricht man von Schokolade (35%) oder Milch-Schokolade (25%).

Zur Bestimmung der Theobromin- und Coffein-Gehalte wird die Hochleistungsdünn-schichtchromatographie (HPTLC) als einfache und kostengünstige Methode eingesetzt. Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob sich das T/C-Verhältnis von Edel- und Konsumschokoladen tatsächlich signifikant unterscheidet. Dann wäre es möglich, mit dieser relativ einfachen Analytik festzustellen, ob die Bezeichnung  „Edelschokolade“ wirklich immer zutreffend ist.

Projektzeitraum
Wintersemester 2018/2019 und Sommersemester 2019
Bewerbungszeitraum
15. bis 23.10.2018
Durchführung
nach Absprache
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Die Labortermine werden nach Absprache mit den Projektteilnehmern so gelegt, dass es keine Überschneidungen mit anderen Modulen bzw. Praktika gibt.

Studienfach
Lebensmittelchemie
Ernährungswissenschaft
Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie
Betreuende
Dr. Wolfgang Armbruster, PD Dr. Claudia Oellig
Institut
Institut für Lebensmittelchemie (170) (Lebensmittelchemie und Analytische Chemie 170a)
Sprache
deutsch/englisch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 4
Arbeitsaufwand
ca. 180 Stunden pro Teilnehmende:r | 6 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
experimentell
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Anwenden chemisch-analytischer Methoden,  Probenvorbereitung, Auswertung analytischer Daten, wissenschaftliches Schreiben

Anmerkungen für Studierende
Schlagworte
Schokolade, Lebensmittelanalytik, Hochleistungsdünnschichtchromatographie