zurück

Mülltrennung – gar nicht so einfach? Welche Verpackungen zu Fehlwürfen führen

Beschreibung

Die korrekte Trennung von Verpackungsabfällen ist eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Recyclingprozesse. Dennoch zeigen zahlreiche Studien, dass es in der Praxis häufig zu Fehlwürfen kommt – selbst dann, wenn grundlegendes Wissen über Mülltrennung vorhanden ist. Besonders bei komplexen oder mehrschichtigen Verpackungen scheint die Zuordnung oft schwierig zu sein.

Im Rahmen dieses Projekts untersuchen die Studierenden, welche Verpackungen besonders häufig falsch getrennt werden und warum. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Merkmale von Verpackungen (z. B. Material, Gestaltung oder Mehrdeutigkeit) zu Fehlentscheidungen führen. Ziel ist es, ein sogenanntes Stimulus-Set zu entwickeln – eine systematisch zusammengestellte Sammlung von Verpackungen, die sich für experimentelle Studien zur Mülltrennung eignet.

Zu Beginn führen die Studierenden eine Literaturrecherche zu Ursachen von Fehlwürfen und Herausforderungen bei der Mülltrennung durch. Darauf aufbauend sammeln sie eigenständig Alltagsverpackungen (z. B. Joghurtbecher, Tetrapaks, Verbundmaterialien) und entwickeln Kriterien zur Klassifikation (z. B. „klar“, „schwierig“, „sehr schwierig“).

Im nächsten Schritt entwickeln die Studierenden einen digitalen Mülltrenn-Task (z. B. als Online-Umfrage), in der Teilnehmende die verschiedenen Verpackungen der richtigen Abfallkategorie zuordnen. Dieser wird in einem kleinen Pretest mit Teilnehmenden durchgeführt.

Auf Basis der Ergebnisse führen die Studierenden eine deskriptive Auswertung durch und analysieren, welche Verpackungen besonders häufig zu Fehlwürfen führen und welche Merkmale (z. B. Material, Gestaltung, Mehrdeutigkeit) dabei eine Rolle spielen. Das entwickelte Stimulus-Set sollals Grundlage für weiterführende experimentelle Studien zur Mülltrennung verwendet werden.

Beschreibung des interdisziplinären Teils des Projekts
Das Projekt ist semesterbegleitend angelegt und kann vollständig online durchgeführt werden. Zu Beginn erfolgt eine kurze Einführung in das Thema sowie in grundlegende Methoden der empirischen Forschung. Anschließend arbeiten die Studierenden weitgehend selbstständig in kleinen Teams. Der Projektablauf umfasst: • Literaturrecherche • Sammlung und Auswahl von Verpackungen • Entwicklung eines digitalen Mülltrenn-Tasks (z. B. Online-Umfrage) • Durchführung eines Online-Pretests • Auswertung und Interpretation der Ergebnisse Regelmäßige kurze Treffen (online oder nach Absprache) dienen zur Abstimmung und Klärung offener Fragen. Die Studierenden werden dabei eng und fachlich betreut sowie schrittweise durch den gesamten Forschungsprozess begleitet.
Projektzeitraum
Sommersemester 2026
Bewerbungszeitraum
07. bis 20.04.2026
Durchführung
semesterbegleitend
Studienfach
offen für alle Studienfächer
Betreuende
Eva Pawelczyk
Institut
Institut für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre (420) (420c)
Sprache
deutsch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 4
Arbeitsaufwand
ca. 180 Stunden pro Teilnehmende:r | 6 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
empirisch
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Studierende sind in der Lage, …

  • … zentrale Ursachen für Fehlwürfe in der Mülltrennung zu analysieren.
  • …. ein kleines Forschungsprojekt eigenständig zu planen und umzusetzen (Fragestellung, Methodik, Durchführung, Auswertung).
  • …..ein einfaches experimentelles Design zu entwickeln und einen Pretest durchzuführen.
  • …..quantitative Daten deskriptiv auszuwerten und zu interpretieren.
  • …..wissenschaftliche Ergebnisse strukturiert (Poster, Abstract) aufzubereiten.
Anmerkungen für Studierende
  • Interesse an Nachhaltigkeit und Umweltverhalten?
     
  • Grundlegende Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten sind hilfreich, aber nicht erforderlich
     
  • Bei Fragen oder Unsicherheiten können sich interessierte Studierende gerne vorab per E-Mail (eva.pawelczyk@uni-hohenheim.de) an mich wenden – ich freue mich über den Austausch!
Schlagworte
Umwelt, Datenanalyse (deskriptive Auswertung, Nachhaltigkeit, Versuchsaufbau. Versuchsdurchführung