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Pflanzen, die auf Gletschern wachsen - Was wächst wo, wenn alles in Bewegung ist?

Beschreibung

Inwieweit geben Artzusammensetzung und funktionelle Merkmale (Traits) von Pflanzengesellschaften Aufschluss über die Fließgeschwindigkeit und Eisdicke aktiver Blockgletscher? 

Hierzu sollen Vegetationsaufnahmen und Vermessung/Besammlung von Pflanzen auf mehreren Blockgletschern im Kaunertal, Österreich, durchgeführt werden. Die Datenerhebung erfolgt im Rahmen eines 2-3 wöchigen Feldaufenthalts Ende Juli bis Anfang August 2026, sowie anschließender Messungen von gesammelten Pflanzenproben im Labor in Hohenheim.

 

Beschreibung des interdisziplinären Teils des Projekts
Parallel zu den Vegetationsaufnahmen werden die Gletscher per Drohnenbefliegungen durch Studierende der Universität Graz vermessen. Beide Datensätze sollen miteinander verknüpft werden, was eine enge Abstimmung des Projektablaufs über verschiedene Nachbardisziplinen der Umweltwissenschaften hinweg erfordert.
Projektzeitraum
Sommersemester 2026
Bewerbungszeitraum
07. bis 20.04.2026
Durchführung
geblockt (in vorlesungsfreier Zeit)
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Kern des Projekts wird ein 2-3 wöchiger Feldaufenthalt im Kaunertal in Tirol bilden. Während dieses Aufenthaltes werden Vegetationsaufnahmen auf mindestens zwei verschiedenen Blockgletschern durchgeführt, sowie Pflanzenmaterial für spätere Messungen (Trocknen, Einwiegen, etc.) im Labor gesammelt. Das Zusammenführen der Vegetationsdaten mit Fernerkundungsprodukten ist nicht Teil dieses Projektes, kann aber gerne im Rahmen anschließender Projekt- oder Abschlussarbeiten weitergeführt werden.

Für einen erfolgreichen Projektabschluss ist die Teilnahme sowohl an dem Feld-, als auch an dem Laborteil verpflichtend. Zusätzlich wird es vorbereitende Präsenztermine zur gemeinsamen Festlegung des methodischen Vorgehens, sowie Präsenztermine zur Datenauswertung und Aufbereitung geben.

Studienfach
offen für alle Studienfächer
Betreuende
Dr. Maximilian Hanusch
Institut
Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie (320) (Landschaftsökologie und Vegetationskunde)
Sprache
deutsch/englisch
Teilnehmendenanzahl
min. 2, max. 3
(1 Kleingruppen mit max. 3 Teilnehmenden )
Arbeitsaufwand
ca. 180 Stunden pro Teilnehmende:r | 6 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
empirisch
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

- die Wechselwirkungen zwischen Geomorphologie und der Biosphäre (insbesondere Pflanzen) in vergletscherten Gebieten zu beschreiben, sowie autökologisch und synökologisch zu erklären

- Interdisziplinär mit Vertreter*innen von Partnerdisziplinen der Umweltwissenschaften (Geomorphologie, Geographie, Glaziologie) zusammenzuarbeiten

- die häufigsten Pflanzenarten hochalpiner Lebensräume der Ostalpen zu erkennen und Vegetationsaufnahmen eigenständig durchzuführen

 

Anmerkungen für Studierende

Voraussetzung für die Teilnahme ist uneingeschränkte Tauglichkeit zur mehrtägigen Arbeit im hochalpinen Gelände (Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, körperliche Belastbarkeit sowie Fähigkeit zu ganztägigem Arbeiten unter exponierten Gelände- und Witterungsbedingungen, d.h. intensive Sonne, Wind, Wanderungen in steilem Gelände mit viel Lockermaterial und Grobschutt etc.). 

Erwartet werden zudem eine gute körperliche Fitness, sorgfältiges Arbeiten bei Vegetationsaufnahmen und Probennahmen sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Grundkenntnisse in der Bestimmung (alpiner) Pflanzenarten sowie der funktionellen Pflanzenökologie sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung.

Interessierte können sich gerne vorab per Mail informieren: maximilian.hanusch@uni-hohenheim.de

Schlagworte
Vegetation, Gletscher, functional traits