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Schnitt für Schnitt: Wie Mahdtechniken die Spinnenvielfalt im Grünland verändern

Beschreibung

Was passiert mit Spinnen, wenn die Wiese gemäht wird? Auf den ersten Blick wirken artenreiche Grünlandflächen idyllisch, doch jeder Mähdurchgang verändert diesen Lebensraum grundlegend. 

Traditionell bewirtschaftete Wiesen, die ein- bis zweimal jährlich zur Heuproduktion gemäht werden, zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren – insbesondere Arthropoden wie Insekten und Spinnen – einen wichtigen Lebensraum. Spinnen spielen dabei eine zentrale Rolle im Ökosystem: Als räuberische Arthropoden regulieren sie Insektenpopulationen und tragen zur Stabilität ökologischer Gemeinschaften bei.

Doch die regelmäßige Mahd stellt einen erheblichen Eingriff in diese Ökosysteme dar: Sie verändert Lebensbedingungen, reduziert Nahrungsressourcen und führt zur Verletzung oder zum Tod vieler Tiere.

In diesem studentischen Forschungsprojekt untersuchst du, wie sich unterschiedliche Mähtechniken – insbesondere Scheibenmähwerke und Balkenmähwerke – mittelfristig auf die Spinnenfauna auswirken. Im Fokus stehen dabei Veränderungen in Abundanz (Häufigkeit), Diversität und Artzusammensetzung.

Du arbeitest mit bereits gesammelten Proben aus dem Grünland und bestimmst verschiedene Spinnenarten im Labor. Anschließend wertest du Biodiversitätsdaten aus und analysierst, wie sich die unterschiedlichen Mähverfahren auf die Spinnengemeinschaften auswirken. Ziel ist es, die Effekte der Mahd besser zu verstehen und in Zusammenhang mit der eingesetzten Technik zu setzen.

Das Projekt bietet dir die Möglichkeit, praktische Erfahrung in der Bestimmung von Arthropoden zu sammeln, ökologische Datensätze auszuwerten und aktiv an aktueller Forschung im Bereich Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft mitzuwirken.

Projektzeitraum
Sommersemester 2026
Bewerbungszeitraum
07. bis 20.04.2026
Durchführung
nach Absprache
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Die praktischen Arbeiten werden vorab mit den Studierenden abgesprochen und sind relativ flexibel. 

Studienfach
Agrarbiologie
Biologie
Betreuende
Dr. Stefanie Erhardt
Institut
Institut für Biologie (190) (Chemische Ökologie)
Sprache
deutsch/englisch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 4
Arbeitsaufwand
ca. 120 Stunden pro Teilnehmende:r | 4 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
experimentell
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

  • Taxonomische Bestimmung von Spinnen
  • Biodiversitätsdaten zu erheben und bestimmen
  • die Grundlagen der quantitativen Datenauswertung von Biodiversitätsdaten kennen 
  • ihre Daten mit einem Statistikprogramm unter Anleitung auswerten
Anmerkungen für Studierende

Die praktischen Arbeiten werden vorab mit den Studierenden abgesprochen und sind relativ flexibel. 

Du kannst dich gerne vorab bei der Betreuerin melden, falls du Fragen hast (stefanie.erhardt@uni-hohenheim.de).

Schlagworte
Biodiversität, taxonomische Bestimmung, Arthropoden, Mahd, Tiere