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Schwermetalle in Lebensmitteln – die unsichtbare Gefahr

Beschreibung

Schwermetalle wie Arsen, Blei, und Nickel sind natürlich vorkommende chemische Elemente, die ubiquitär in der Umwelt vorkommen, so etwa im Boden, im Wasser und in der Atmosphäre. Aufgrund ihres natürlichen Vorkommens sowie anthropogener Einträge in die Umwelt über Landwirtschaft und Industrie, durch Autoabgase oder Kontamination bei der Lebensmittel-verarbeitung und -lagerung, können Schwermetalle in Lebensmitteln zu finden sein. Dabei ist auch eine Anreicherung über die Nahrungskette möglich. Menschen können diesen Schwermetallen über die Umwelt oder durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel bzw. das Trinken kontaminierten Wassers ausgesetzt sein. Ihre Anreicherung im Körper kann mit der Zeit gesundheitsschädliche Folgen haben.

Die Hauptquelle der Arsenexposition für die Bevölkerung in Europa sind Lebensmittel, insbesondere Getreidekörner und Erzeugnisse auf Getreidegrundlage, Lebensmittel für spezielle diätetische Zwecke (z.B. Algen), in Flaschen abgefülltes Wasser, Kaffee und Bier, Reis und auf Reis basierende Erzeugnisse sowie Fisch und Gemüse.

Blei ist ein Umweltschadstoff, der hauptsächlich durch Bergbau und bleiverarbeitende Industrie emittiert wird. Die Aufnahme von Blei über Getreide, Gemüse und Leitungswasser macht den größten Anteil an der ernährungsbedingten Bleibelastung der Europäer aus. Blei lagert sich hauptsächlich in den Knochen des Menschen ab und kann sich dort wegen der nur geringen Ausscheidungsrate anreichern.

Nickel bzw. Nickelverbindungen werden vom Menschen hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Besonders hohe Gehalte finden sich in Getreide, Nüssen und Leguminosen. Die kurzfristige (‚akute‘) Exposition gegenüber Nickel ruft bei einigen Personen allergische Reaktionen hervor, sei es nach Hautkontakt mit nickelhaltigen Materialien, insbesondere Schmuck, oder nach Aufnahme über Lebensmittel. Nach einer vorausgegangenen Sensibilisierungsphase gegen Nickel, in der das Immunsystem Kontakt mit Nickel hat und stimuliert wird, kann sich eine Allergie in Form einer allergischen Kontaktdermatitis entwickeln. Darüber hinaus weisen Ergebnisse aus Tierstudien auf mögliche Auswirkungen einer chronische Nickelexposition auf Fortpflanzung und Entwicklung hin.

In diesem Projekte werden wir Lebensmittel unterschiedlicher Herkunft auf Schwermetalle unter-suchen. Sie lernen verschiedene Methoden kennen und werden näher zur Problematik der Schadstoffüberwachung in Lebensmittel angeführt. Wir werden die Ergebnisse von unseren Proben mit zugelassenen Höchstgehalten der genannten Metalle vergleichen, um festzustellen, ob in den unter-suchten Lebensmitteln erhöhte oder sogar gesundheitsschädliche Konzentrationen enthalten sind.

Projektzeitraum
Wintersemester 2016/17
Bewerbungszeitraum
16. bis 25.10.2016
Durchführung
nach Absprache
Studienfach
offen für alle Studienfächer
Betreuende
LM-Chem. Sonja Schlosser, Dr. Wolfgang Armbruster
Institut
Institut für Lebensmittelchemie (170) (170a)
Sprache
deutsch/englisch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 6
Arbeitsaufwand
ca. 180 Stunden pro Teilnehmende:r | 6 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
experimentell
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

Arbeiten im Labor

Probenaufarbeitung

Grundlagen und Anwendung der Messtechnik zur Elementanalytik (Spektrometrie)

Auswertung der Analysendaten

Literaturrecherche und Erstellen eines Posters

Anmerkungen für Studierende
Schlagworte
Lebensmittel