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Wanderwege für waldlebende Säugetiere – Untersuchung eines Wildtierkorridorabschnittes auf Störfaktoren

Interdisziplinäres Projekt

Beschreibung

Waldlebenden Säugetiere haben meist ein großes Revier und ziehen daher viel umher. Dafür brauchen sie Flächen, die die Wanderung ermöglichen. Aber auch für den genetischen Austausch ist ein Biotopverbund erforderlich.

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat eine räumliche Analyse für Baden-Württemberg durchgeführt, die Möglichkeiten des waldbezogenen Biotopverbundes aufzeigt.

Im Nordschwarzwald untersuchen wir einen Wildtierkorridor, der einen Teil der Verbindung zwischen Schwarzwald und Schwäbische Alb darstellt. Mit GPS und Fotoapparat dokumentieren wir potenzielle Störfaktoren. Dabei kann es sich sowohl um Hauptverkehrsstraßen, landwirtschaftlich geprägte Offenlandstandorte, Bahnlinien oder kanalisierte Fließgewässer handeln, als auch um Sportplätze mit regelmäßig hohem Besuchsaufkommen oder Tourismusattraktionen.

Das Projekt beinhaltet die Teilnahme an einem Seminar in Bad Wildbad mit dem Arbeitskreis „Grünes Wegenetz – Untersuchung Wildtierkorridor“ der Naturschutzjugend (NAJU) Baden-Württemberg vom 15.-17. November 2019.

Beschreibung des interdisziplinären Teils des Projekts
Im Rahmen dieses Projektes wird Studierenden sowohl Einblick in die Aktivitäten des Naturschutzes auf Landesebene ermöglicht, als auch detailliertes Wissens zu Habitatsanforderungen heimischer Säugetiere vermittelt. Ergänzt wird dieses um Einführungskurse in geograpfische Informationssysteme (QGIS), mit der Option die gewonnen Erkenntnisse lokalen und regionalen Entscheidungsträgern im Rahmen einer Ergebnisvorstellung zu kommunizieren.
Projektzeitraum
Wintersemerster 2019/2020
Bewerbungszeitraum
14. bis 27.10.2019
Durchführung
geblockt
Details zu Projektzeitraum und Durchführung

Kartenanalyse mit dem Online-Kartendienst der LUBW (http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/pages/map/default/index.xhtml, Natur und Landschaft, Biotopverbund, Wildtierkorridore) (bei einem Einführungstreffen an der Uni)

Selbstständige Untersuchung mit GPS-Gerät und Fotoapparat eines ca. 5 km langen Abschnitts vom Wildtierkorridor während des Seminars in Bad Wildbad (15.-17. November 2019)

Eingabe der gefundenen Störfaktoren in das Geoinformationssystem QGIS (opensource) (bei einem Ergebnistreffen an der Uni)

Ergebnissicherung in Form eines Posters

Ergebnisvorstellung vor lokalen und regionalen Behördenvertretern (optional)

Studienfach
offen für alle Studienfächer
Betreuende
Institut
Institut für Tropische Agrarwissenschaften (Hans-Ruthenberg-Institut) (490) (Wasserstressmanagement bei Kulturpflanzen)
Sprache
deutsch/englisch
Teilnehmendenanzahl
min. 1, max. 10
(2 Kleingruppen mit max. 5 Teilnehmenden )
Arbeitsaufwand
ca. 120 Stunden pro Teilnehmende:r | 4 ECTS-Punkte

Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.

 
Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
Projektart
empirisch
Lernziele

Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:

  • Probleme bei der Umsetzung des Biotopverbundes erkennen
  • Wissen im Bereich Natur- und Artenschutz vertiefen
  • Zielkonflikte zwischen Landschaftsplanung und Landschafts-/Agrarökologie kennen lernen
  • Umgang mit GPS-Geräten erlernen
  • Einstieg in den Umgang mit QGIS
Anmerkungen für Studierende

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation mit der Naturschutzjugend Baden-Württemberg (NAJU) im Rahmen des Projektes "Grünes Wegenetz" (gefördert von der Stiftung Naturschutzfonds).

Das Projekt beinhaltet die Teilnahme an einem Seminar in Bad Wildbad mit dem Arbeitskreis „Grünes Wegenetz – Untersuchung Wildtierkorridor“ der Naturschutzjugend (NAJU) Baden-Württemberg vom 15.-17. November 2019.

Schlagworte
Biotopverbund, Generalwildwegeplan, Naturschutz, GIS