Wenn Weizen die Barriere herausfordert: Untersuchungen der Darmpermeabilität bei Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität
- Beschreibung
Heutzutage leiden mehr als 20% der Menschen in Industrieländern an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Nahrungsmittelallergie. Dabei nimmt besonders die Prävalenz von Weizen- bzw. Glutenunverträglichkeiten immer weiter zu. Hierzu gehören die Krankheitsbilder der Weizenallergie, Zöliakie sowie die noch unzureichend erforschte Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NCWS), welche den Forschungsschwerpunkt in diesem Projekt darstellt.
Bei einer NCWS treten nach dem Verzehr von weizen- bzw. glutenhaltigen Produkten sowohl gastrointestinale Symptome wie Bauchschmerzen und Blähungen, auf, als auch extraintestinale Beschwerden, wie Kopfschmerzen und Müdigkeit. Aufgrund der unspezifischen Symptomatik sowie der unklaren Auslöser fehlt es bislang an einheitlichen Diagnosekriterien für eine NCWS. Außerdem sind die genauen zugrundeliegenden Mechanismen einer NCWS weitgehend unbekannt. Neben der Vermutung, dass eine NCWS auf einer atypischen Nahrungsmittelallergie beruht, wird auch eine Störung der Darmbarriere und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung der Symptome diskutiert.
Um dies weiter zu erforschen, werden im Rahmen des Humboldt-Projekts Proben von Proband*innen mit NCWS aus einer randomisierten klinischen Studie, die an der Uni Hohenheim durchgeführt wird, analysiert. Dabei wird untersucht, ob der Verzehr von unterschiedlich hergestellten Broten einen Einfluss auf die zugrundeliegenden Mechanismen bei Weizensensitivität hat.
Hierzu werden verschiedene Marker der Darmpermeabilität mittels ELISA Test untersucht.
- Projektzeitraum
- Sommersemester 2026
- Bewerbungszeitraum
- 07. bis 20.04.2026
- Durchführung
- semesterbegleitend
- Details zu Projektzeitraum und Durchführung
Die Arbeiten des Projekts können nach Absprache der/des Teilnehmer/in mit der Betreuerin geblockt, in den Semesterferien oder frei im Semester verteilt stattfinden.
- Studienfach
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Ernährungsmanagement und Diätetik
Ernährungswissenschaft
Medizinische Ernährungswissenschaft
Molekulare Ernährungswissenschaft - Betreuende
- Patricia Petersen
- Institut
- Institut für Ernährungsmedizin (180) (Ernährungsmedizin & Prävention (180a))
- Sprache
- deutsch/englisch
- Teilnehmendenanzahl
- min. 1, max. 2
- Arbeitsaufwand
-
ca. 90 Stunden pro Teilnehmende:r
| 3
ECTS-Punkte
Arbeitsaufwand (Stunden und ggf. ECTS) sind ungefähre Angaben. Die tatsächlich vergebenen ECTS-Punkte ergeben sich aus der tatsächlich geleisteten Arbeit.
- Für dieses Projekt ist kein Motivationsschreiben des Studierenden erforderlich
- Projektart
- experimentell
- Lernziele
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Die Teilnehmende lernen in diesem Projekt:
- Mitarbeit im Labor
- Einblick in die Durchführung klinischer Studien
- statistische Auswertung der generierten Daten
- Darstellung der Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters
- Anmerkungen für Studierende
Erfahrung in der Arbeit im Labor sowie der statistischen Auswertung sind wünschenswert, aber nicht vorausgesetzt. Sowohl die Laborarbeit als auch die Auswertung und Interpretation der Daten werden in Zusammenarbeit mit der Betreuenden durchgeführt.